Klimaschädliches nicht mehr bewerben
Werbung soll Aufmerksamkeit auf Produkte lenken und den Absatz steigern – und das gelingt ihr. Laut einer Studie von 2023 gehen 7 % der Schweizer CO₂-Emissionen auf Mehrkonsum durch Werbung zurück.¹ Besonders ins Gewicht fallen Autos und Flugreisen: Anfang April 2026 warb rund ein Viertel aller kommerziellen Flächen in Zürich für Autos, viele davon über den geltenden CO₂-Grenzwerten.² Auch auf Trams und Megapostern an städtischen Gebäuden erscheinen Flugreisen als Normalität.
Wir schränken schon heute Werbung für Tabak und Alkohol ein, und sexistische Werbung ist auf öffentlichem Grund in Zürich nicht erlaubt. Genauso ist es sinnvoll, Werbung für Angebote einzuschränken, die der Allgemeinheit grossen ökologischen Schaden zufügen. Den Haag und Amsterdam machen es bereits vor.³
¹ Infras 2023
² Stichprobe IG PRG
³ Bouman et al., Nature Climate Change 2025